FEUERSALAMANDER 451

frei nach Ray Bradburys Roman „Fahrenheit 451“ von Bernd Watzka.

Die Bücher brennen wieder – vorläufig nur auf der Theaterbühne: Bernd Watzkas neues Stück.

FEUERSALAMANDER 451, frei nach Ray Bradburys Roman „Fahrenheit 451“, spielt in einem totalitären Staat, der Bücher verbietet.

Die Gesellschaft wird vom politischen System unmündig gehalten, Massenmedien vertreiben Langeweile und kulturelle Trostlosigkeit. Selbstständiges Denken gilt als gefährlich, da es zu Ungleichheit unter den Menschen und antisozialem Verhalten führe – und so die Ordnung destabilisiere. Bücher seien dabei das Hauptübel für schädliches, nicht-konformes Denken und Handeln. Bücher aufzuspüren und zu verbrennen ist Aufgabe der Feuersalamander, eine vom brutalen Hauptmann (Régis Mainka) angeführte Sondereinheit des Regimes. Alles geht gut, bis einer der Salamander, Montag (Boris Popovic), von der jungen Träumerin Clara (Sophie Resch) wachgerüttelt wird und zu zweifeln beginnt.

Am 20.9.2018 im Spielraum im Gasometer. Beginn 20 Uhr.

Bernd Watzka (Autor)

Geboren 1969 in Tirol, aufgewachsen in der Steiermark, lebt in Wien. Mit zehn Jahren erste lyrische Versuche und Teilnahme an künstlerischen Wettbewerben. Studium Germanistik, Psychologie u. Publizistik in Wien, Mag. phil. Nach Romanen, Erzählungen und Hörspielen wendet er sich 2011 der Dramatik zu. Bisherige Uraufführungen eigener Stücke (Auszug): „das donauweibchen“ (UA 2017, Brick-5), „Eisemann – Der Tänzer, der vom Himmel fiel“ (UA 2016, Schwarzberg), „Dead Letter Office“ (UA 2015, Off-Theater), „Inside Paris Hilton“ (UA 2015, Off-Theater), „Trakl. Ein Totentanz“ (UA 2014, Aufführung u. a. im Burgtheater/Kasino). „Antike Traumata“ (UA 2013, Theater Lüneburg und Theater Drachengasse), „Occupy Burgtheater“ (UA 2013, Finale Dramenwettbewerb im Theater Drachengasse). Mehrere Preise (u. a. Publikumspreis beim SALZ-Dramenwettbewerb Theater Lüneburg 2013), Stipendien und Projektförderungen.

Valentin Werner (Regisseur)

Geboren 1983 in Hamburg, inszenierte unter anderem in München, Wien, Salzburg (2015, ArgeKultur) und Berlin (2016, Theaterdiscounter). Ab 2012 war er als Regieassistent am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. In Wien ist 2017 seine Inszenierung „Protokolle von Toulouse“ mit der „Wiederaufnahmeförderung für herausragende Produktionen“ prämiert worden. Zuletzt sorgte er mit dem Stück „Im Auftrag Charles Mansons“ im Werk-X Eldorado für Aufsehen. Er arbeitet zwischen den Feldern Dokumentartheater und Stückentwicklung, Sprechtheater und Dramatik. Im Zentrum seiner Inszenierungen steht die Darstellung politischer Themen und gesellschaftlicher Prozesse.

Sophie Resch (Clara)

Geboren 1985 in Wien. Schauspielstudium in Wien und Berlin, Mitglied der Jungen Burg (Burgtheater Wien) und des Jugendensembles der Volksbühne Berlin. Darüber hinaus wirkte Resch auch bei Tanzperformances mit. Derzeit lebt Sophie als freischaffende Schauspielerin in Wien. 2016-2017 spielte sie im Theater an der Josefstadt/Kammerspiele in der Erfolgsproduktion „Monsieurs Claude und seine Töchter“. Als Mitglied des KünsterInnenkollektivs Die Schweigende Mehrheit, realisierte sie das mit dem Nestroy-Spezialpreis ausgezeichnete Stück „Die Schutzbefohlenen“ und die Wiener-Festwochen-Produktion „Traiskirchen. Das Musical“ im Volkstheater Wien. Weitere Spielstätten (Auswahl): Burgtheater, Festspiele Gutenstein, Theater Drachengasse, Werk X Eldorado, Brut, Konzerthaus, Hebbel am Ufer Berlin, Kosmostheater, Dschungel Wien.

Boris Popovic (Montag)

Geboren 1982 in Graz. Seit dem 11. Lebensjahr Schlagzeuger, mit 13 Jahren nahm er mit Band sein erstes Album auf. Er spielte Konzerte in Österreich, Slowenien, der Schweiz und Ungarn (Sziget-Festival 2000). 2003 begann er das Schauspielstudium in Graz, danach drei Jahre Ensemblemitglied des Landestheaters Schwaben. Seit 2009 lebt und arbeitet er in Wien als freier Schauspieler. Engagements u. a. im Rabenhof, im Nestroyhof-Hamakom, TAG, Drachengasse und im Off-Theater. 2012 begann er auch wieder mit der Musik und spielte Konzerte als Schlagzeuger. 2013 spielte er eine tragende Rollen bei der Uraufführung von „Habe die Ehre“ von Ibrahim Amir – das Stück gewann 2013 den Nestroypreis als beste Off-Produktion und wurde 2014 zur Theaterbiennale in Wiesbaden eingeladen. 2018 spielte er bisher im Bronski & Grünberg und in Laxenburg.

Régis Mainka (Hauptmann)

Geboren 1984 in Braunschweig (Deutschland), war zunächst als Schlagzeuger in verschiedenen Bands und Musikprojekten tätig. 2006 gewann er mit der Band applegreen den Niedersachsentitel des Local-Heroes-Contests. Seit 2009 verlagerte sich sein künstlerischer Schwerpunkt mehr und mehr auf die Schauspielerei. 2011 entschloss er sich nach Wien zu ziehen, wo er bis heute als freier Schauspieler, Sprecher und Musiker bei diversen Theater-, Film- und Hörspielproduktionen tätig ist. In Wien folgten Engagements unter anderem am Volx/Margareten (Volkstheater), Dschungel, Konzerthaus, Werk X-Eldorado, Stadttheater Mödling & Scala (TZF). Mit dem Jugendtheaterstück „Pietro Pizzi“ gewann er 2012 den Jungwild- und 2013 den Stella-Preis.

WIENDRAMA

gegründet 2013, bringt relevante Stoffe und literarische Vorlagen mit latentem Gegenwartsbezug als Uraufführungen auf die Bühne. Ziel ist anspruchsvolles, modernes Theater, das in der Lage ist, nicht nur künstlerisch interessiertes „Fachpublikum“ zu begeistern, sondern auch Menschen, die nicht permanent mit „Hochkultur“ in Berührung kommen. Daher favorisiert WIENDRAMA bei der Umsetzung Genres wie Pop-Komödie, Trash, Volksstück und Farce. Zudem ist der Theaterverein stets auf der Suche nach alternativen, umso attraktiveren Spielorten außerhalb des konventionellen Theaterbetriebs.

 

Info

  • Datum: 20.09.2018
  • Uhrzeit: 20:00
  • Veranstalter: WIENDRAMA
  • Ort: Spielraum