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Die Architekturerlebnislandschaft der Gasometer City Der Gasometer ist zum neuen Symbol Wiens geworden. Er ist Brücke zwischen Historie, Gegenwart und Zukunft und gleichzeitig Impuls für die sukzessive Entstehung eines neuen Stadtteils auf ehemalig brachliegendem Industrie- und Gewerbeland: dem Erdberger Mais.
Die vier ehemaligen Gasometer-Türme aus dem 19. jahrhundert wurden revitalisiert. Top-Architekten von Jean Nouvel, der unter anderem die Pyramide im Louvre gebaut hat, über Coop Himmelb(l)au, Wilhelm Holzbauer und Univ.-Prof. Manfred Wehdorn haben in die historische Industriearchitektur avantgardistische Moderne integriert: Glas, Metall, Grünflächen, eine Shopping-Mall, die sich wie ein Laufsteg durch die vier Türme zieht, Wohnungen, ein Studentenheim, Konzerthalle und einen Mega-Ausstellungsraum, der alle Stücke spielt.
Im Zuge des Umbaus der vier denkmalgeschützten ehemaligen Gasbehälter entstanden insgesamt 615 Wohnungen, Büroflächen, das Wiener Stadt- und Landesarchiv, Geschäfts- und Gastronomieflächen, eine ca. 7500 m² große multifunktionale Veranstaltungshalle, ein Kindertagesheim, PKW-Stellplätze und das StudentInnenheim Gasometer B mit 247 Heimplätzen.
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Der französische Architekt Jean Nouvel (www.jeannouvel.fr) gestaltete den Wohnungsaufbau in diesem Gasometer sternförmig. In jeder der elf Wohnetagen, die erst in einer Höhe von etwa 30 Metern beginnen, befinden sich rund 20 Wohnungen, die in 2er-Blöcke aufgeteilt sind.
Dazwischen befinden sich Spalten in der Breite von etwa einer Wohnung, welche die denkmalgeschützte Gasometerfassade mit seinen hohen Fenstern sichtbar machen.
Dadurch und durch die ausschließliche Glasfront der Wohnungen sowie die verspiegelten übrigen Wände wird eine hohe Ausnutzung des Sonnenlichts erzeugt. |
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"Gasometer B" wurde vom Wiener Architektenduo "Coop Himmelb(l)au" (www.coop-himmelblau.at) geplant. Er ist von außen leicht erkennbar, da er einen schildartigen Zubau vorweist - ein 18-stöckiges Wohngebäude. Der ehemalige Gasbehälter plus Zubau beinhalten insgesamt 254 Wohnungen. Der "Schild" ist "das Zeichen für den neuen Inhalt der Gasometer. Würde der Schild nicht da stehen, wüsste man nicht einmal, dass dort etwas Neues entstanden ist."
Die Wohnungen innerhalb des Gasometers schmiegen sich in Form eines lückenlosen Kreises an die Mauern des Gasometers und lassen in der Mitte nur einen rund 20 Meter Durchmesser großen Lichtdurchlass frei. Die Fenster der einzelnen Etagen im Turm reihen sich dicht aneinander.
Studentenhaus Die untersten vier bis fünf Etagen des Wohnbereichs im Gasometer "B" nimmt ein Studentenheim ein. Auf der Gesamtnutzfläche von 5.850 m² befinden sich 73 Wohnungen mit Größen von 32 bis 115m², 199 Einbettzimmern und 24 Zweibettzimmern. Es gibt zahlreiche Gemeinschaftsräume wie Studentenbar (Gasobar), Clubraum, Gemeinschaftsküche, Fitnessraum, Saunabereich, Proberaum und Waschküche. |
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Der Wiener Architekt Manfred Wehdorn (www.wehdorn.at), der sich der "Einfachheit" und dennoch maximalem Wohnkomfort annimmt, war für die Gestaltung des Gasometers "C" zuständig.
Die 92, auf 6 Stockwerken verteilten Wohnungen mit weißer Fassade sind nach oben hin abgestuft, wodurch eine höhere Durchdringung des Sonnenlichts nach unten hin erreicht werden soll. Die ersten Wohnungen beginnen ab einer Höhe von rund 32 Meter über dem Straßenniveau.
Im Innenhof befindet sich eine große Glaskuppel, welche die darunter befindliche "main mall" durchscheinen lässt. Durch den nach oben hin abgestuften Innenhof wurden Terrassen und Laubengänge geschaffen, die mit Blumenbeeten und Bäumen bepflanzt sind. Wehdorn wollte hier das "grüne" Konzept eines Arboretums verwirklichen. |
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Als einziger Gasometer weist der von Wilhelm Holzbauer (www.holzbauer.com) gestaltete Gasometer "D" keinen zentralen Innenhof auf, ist aber dennoch der einzige, in dem jede der 119 Wohnungen über eine kleine Grünfläche oder zumindest eine Loggia verfügt. Der Wohnturm im Zentrum des Gasometers weist die Grundform eines Kreises mit drei rechteckigen "Armen" auf.
Zwischen diesen drei gleich großen "Armen" befinden sich drei ebenso große Grünflächen. Mitgrund für diese Form ist auch, "dass sich die Leute nicht gegenseitig in die Wohnungen sehen, oder alle in denselben Hof blicken müssen", wie Holzbauer erwähnt.
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