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Die Sternenmeile im Wiener Gasometer auf dem Weg zum 100er! PDF Drucken

Nena, Toni Stricker, BAP, Bobby McFerrin, Nina Hagen & Minisex:

Das Konzept lag auf der Hand. Als im Oktober 2003 der Musikjournalist Alexander Haide antrat, in den historischen Gastanks in Wien-Simmering bekannte Musiker mit Hand und Fuß in Beton zu verewigen, glaubte kaum jemand an die langfristige Vision, sondern ortete bloß ein kurzlebiges Marketingprojekt: In den Wiener Gasometern soll eine Pilgerstätte für Fans populärer Musik entstehen. Haide: „Es kommt nicht darauf an, ob ein Künstler Gold- oder Platinauszeichnungen anhäuft. Sonst hätten wir nie Joe Zawinul oder Jamie Cullum verewigen können, da sie im Vergleich zu Hitparaden-Acts sehr wenig verkaufen.“ Der Mix macht es aus: Schlager neben Rock-Haudegen, Pop-Charts neben Jazz. So sammelte sich bis heute eine stattliche Liste von mehr als 90 Künstlern an, die sich wie ein „Who is Who“ der vergangenen Musik-Jahrzehnte liest: Von a-ha über Alice Cooper, Deep Purple und Hansi Hinterseer, die Gitarreros Joe Satriani & Steve Vai, Chris Rea, Simply Red, Johnny Winter, Yello und zuletzt Nena, BAP, Toni Stricker und Bobby McFerrin reicht die Liste, um nur einige zu nennen. Damit ist der „tipp3 Walk of Stars“ die größte Sammlung an Musiker-Handabdrücken weltweit!

Besonders wichtig bei der Auswahl der zwölf Künstler, die sich pro Jahr vor Ort im Gasometer oder backstage – wie beim heurigen Donauinselfest Minisex – verewigen, ist der Austro-Aspekt. Denn der „tipp3 Walk of Stars“ würdigt nicht nur internationale Acts, sondern vor allem heimische Größen. Und so fanden neben Kurt Ostbahn, der EAV, Wolfgang Ambros auch Wolfgang Muthspiel, Harri Stojka, Hans Theessink, und auch die Wienerlied-Giganten Roland Neuwirth, Karl Hodina und Horst Chmelar ihren Platz für die Ewigkeit. Damit Fans auf ihre Kosten kommen, gibt’s via die Website www.walk-of-stars.com unzählige Fotos und Videos von den Abdruck-Zeremonien. „Wir hatten sogar schon Fan- und Medienanfragen aus Brasilien, Deutschland, Finnland und den USA“, freut sich Haide über internationales Feedback.

Sieben Jahre alt wird der „tipp3 Walk of Stars“ im Herbst, das Konzept ist mittlerweile anerkannt, denn es nützt allen Beteiligten. Das wissen auch die Stars selbst, denn jede „Verewigung“ wird für die Medien Foto- und TV-gerecht inszeniert, der Promotion-Value liegt – bei etwa zehn Minuten Action – auf der Hand! Wo es möglich ist, können Fans ihren Lieblingen beim Hand- und Fußabdrücken über die Schulter schauen. Medienpräsenz und das positive Image – das würdigen auch die Sponsoren wie oeticket und der Sportwettenanbieter tipp3. „Wir sind froh über unsere starken und kompetenten Partner, ohne die die Verwirklichung der Langzeitvision kaum denkbar wäre“, so Haide.

Jetzt gaben die Wiener Gasometer bekannt, dass der „tipp3 Walk of Stars“ zumindest bis Ende 2013 fortgeführt wird – vermutlich aber darüber hinaus, ohne ein „Ablaufdatum“. Initiator Haide: „Damit freue ich mich Anfang nächsten Jahres über den 100. Künstler, der seine bleibenden Spuren hinterlässt. Im Herbst 2013 feiern wir dann zehn Jahre ,Walk of Stars’!“ In den vier Gasometertürmen ist Platz für mehr als 200 der je einen Quadratmeter großen Betonfelder. Zudem sei à la longue eine Ausdehnung in Richtung Planet Music und die Außenflächen der Gasometer denkbar.

Alle Infos gibt's natürlich auch auf www.walk-of-stars.com.